Impfen bleibt die richtige Strategie

++ Nach Scheitern der Senatsziele neue Ideen und Anreize schaffen
++ Novavax-Kampagne ins Leben rufen

Kai Wegner, Vorsitzender der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:
                                                                                          
"Die Ergebnisse der Impfkampagne des rot-grün-roten Senats sind erschreckend. Die Umsetzung der aufsuchenden Impfkampagne im Schnecken-Tempo ist ein schlechter Scherz. Der Verweis auf den Bundesdurchschnitt ist eine verantwortungslose Suche nach anderen Schuldigen. Dabei müsste sich Rot-Grün-Rot eingestehen, dass der Senat an der Umsetzung des aufsuchenden Impfens gescheitert ist.
 
Ich appelliere an die Regierende Bürgermeisterin und die Gesundheitssenatorin, neue Konzepte und Anreize zu schaffen und diese dann auch wirklich umzusetzen. Insbesondere die aufsuchende Kampagne in den Kiezen bei Unterstützung migrantischer Communities ist aus unserer Sicht wichtig und sinnvoll. Bisher hatte dies leider eher den Anschein einer Showveranstaltung. Gemeinsames Ziel muss es sein, das Impfen neu zu beleben, ohne zeitliche Zielvorgaben. Hier erwarten wir mehr Engagement und Initiative von Frau Giffey und ihrem Senat.
 
Angesichts der STIKO-Empfehlung des Novavax-Impfstoffes muss der Senat eine passende Kampagne ins Leben rufen. Das proteinbasierte Vakzin kann ein Impfkampagnen-Booster sein. Mit dem neuen Impfstoff stellen sich die Menschen aber auch neue Fragen. Der Senat ist in der Verantwortung, darauf die richtigen Antworten zu liefern. Die Gesundheitssenatorin muss schnell eine passende Informationsstrategie vorlegen, damit Fehlinformationen über Novavax gar nicht erst entstehen."
 
 
Hintergrund:
 
Berlin hat das Impfziel der Regierenden Bürgermeisterin von 80 % Erstimpfungen bis Ende Januar nicht erreicht. Läuft die Kampagne mit dem Tempo des Jahres 2022 weiter, wird das Ziel erst frühestens Anfang April erreicht.
 
Anfang Januar hatte die Regierende Bürgermeisterin angekündigt, die Aufklärung über Impfungen besonders in migrantischen Communities zu verstärken, um möglichst viele Communities zu erreichen. Die Jusos hatten Giffey daraufhin eine rassistische Denkweise vorgeworfen.